Die Location steht. Ein Olivenhain in der Toskana, eine Finca auf Mallorca, ein Strand auf Bali. Das Datum ist gesetzt, die Gästeliste fast fertig.
Dann kommt der Punkt, an dem viele Paare hängen bleiben. Wer hält eigentlich die Zeremonie? Für eine Traurednerin im Ausland gibt es zwei Wege: Ihr bucht jemanden vor Ort. Oder ihr nehmt eure eigene mit.
Ich sage euch direkt, wo ich stehe. Ich reise mit, egal wohin. Nächstes Jahr in die Toskana. Trotzdem bekommt ihr hier beide Seiten ehrlich, denn es gibt Fälle, in denen ich euch zu jemandem vor Ort raten würde.
Fangen wir mit der Seite an, die mir keine Aufträge bringt. Es gibt gute Gründe für jemanden, der schon da ist.
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Wenn eure Gästeliste zur Hälfte aus Menschen besteht, die meine Sprache nicht verstehen, dann sage ich euch das im Kennenlerngespräch. Lieber verliere ich eine Anfrage, als dass ihr eine Zeremonie bekommt, bei der die halbe Bank nur höflich lächelt.
Eine Traurede lebt nicht von Informationen. Sie lebt von Wortwahl.
Der Satz, der euch trifft, trifft euch wegen genau dieser Wörter in genau dieser Reihenfolge. Übersetzt bleibt der Inhalt erhalten. Der Treffer geht verloren.
Am schlechtesten überlebt Humor die Übersetzung. Der trockene Einwurf über euren ersten gemeinsamen Urlaub, die Sache mit dem Umzug, die bei euch beiden bis heute für Streit sorgt: Das funktioniert in eurer Sprache, oder es funktioniert gar nicht. Ein Lacher, der erklärt werden muss, ist kein Lacher mehr.
Ihr merkt es an eurer eigenen Reaktion: Ein Satz in eurer Sprache trifft sofort. Denselben Satz übersetzt müsst ihr erst einordnen.
Bei einer Hochzeit im Ausland kostet jeder Gast Flug, Hotel und ein paar Urlaubstage. Wer das auf sich nimmt, gehört zum engsten Kreis.
Ich schaue während der Rede in die Reihen, das ist Teil meiner Arbeit. Wenn ein Satz sitzt, lachen vorne und hinten gleichzeitig. Versteht die Hälfte der Gäste nur die Hälfte, kommt das Lachen versetzt. Oder es kommt gar nicht, und jemand beugt sich zum Nachbarn und fragt nach.
Dazu kommt: Beim Essen wird geredet, am Abend getanzt. Die Zeremonie ist der einzige Teil des Tages, bei dem alle gleichzeitig zuhören.
Der häufigste Einwand, den ich höre: Wie soll das gehen, wenn wir uns nie sehen?
Das Traugespräch dauert bei mir zwei bis drei Stunden, und es ist per Videocall keinen Deut oberflächlicher als am Küchentisch. Ihr erzählt, ich frage nach, ich schreibe mit. Meistens vergesst ihr nach zehn Minuten, dass ein Bildschirm dazwischen ist.
Was aus der Ferne wirklich anders ist, ist nicht die Vorbereitung. Es ist die Anreise. Ich komme früher, nicht am Morgen der Trauung. Wenn ich am Vortag da bin, sehe ich, wo die Sonne steht, woher der Wind kommt, wie weit der Weg vom Haus zum Traubogen ist und ob die Technik trägt. Diese Dinge kann euch niemand aus der Ferne beantworten, und dafür ist der Puffer da.
Wie so eine Trauung im Ausland bei mir konkret abläuft, von der Regionenliste bis zur Anreise, steht auf meiner Seite zur Destination Wedding. Wenn ihr erst einmal wissen wollt, wie eine freie Trauung überhaupt aufgebaut ist, hilft euch der Ablauf einer freien Trauung weiter.
Zu meinem Honorar kommen Reise und Übernachtung. Damit ist eine Rednerin vor Ort in dieser Rechnung fast immer günstiger. Das ist so, und ich rede es nicht schön.
Was mir trotzdem auffällt: Beim Fotografen überlegt kaum ein Paar. Der wird mitgenommen, weil man ihm vertraut und seine Bilder kennt. Bei der Rednerin wird gerechnet. Dabei fotografiert er vor allem das, was während der Zeremonie in euren Gesichtern passiert.
Die Reisekosten stehen bei mir im Angebot, bevor ihr zusagt. Nicht in einer Fußnote und nicht hinterher. Was eine freie Trauung bei mir grundsätzlich kostet, findet ihr auf der Honorar-Seite.
Ich reise weltweit. Toskana, Mallorca, Madeira, Spanien, Österreich, Bali: Wo ihr heiratet, entscheidet ihr, nicht die Entfernung. Die Zeremonie halte ich auf Deutsch, weil genau das der Grund ist, aus dem Paare mich mitnehmen. Vorbereitet wird per Videocall, angereist mit Puffer.
Und wenn ich im Gespräch merke, dass ihr jemanden vor Ort braucht, sage ich es euch. Ich mache vieles möglich, aber ich sage nicht zu allem Ja. Das ist bei einer Trauung auf Bali nicht anders als bei einer freien Trauung in Franken.
Nein. Eine freie Trauung ist nirgends rechtsgültig, auch in Deutschland nicht. Das Rechtliche erledigt ihr vorher oder nachher beim Standesamt zu Hause, meist in kleinem Rahmen. Genau deshalb seid ihr bei der freien Zeremonie völlig frei in Ort, Ablauf und Uhrzeit.
Zum Honorar für die freie Trauung kommen Reise- und Übernachtungskosten. Beides steht im Angebot, bevor ihr zusagt, damit ihr die Summe kennt und nicht erst hinterher rechnen müsst.
Etwa ein Jahr vorher. Bei einer Hochzeit im Ausland hängen Location, Anreise und Dienstleister stärker voneinander ab als zu Hause. Sobald Ort und Termin grob stehen, lohnt sich die Anfrage.
Ja. Das Traugespräch dauert in der Regel zwei bis drei Stunden und läuft genauso persönlich wie am Küchentisch. Anders ist nur die Anreise: Ich komme früher, damit vor Ort Zeit für Aufbau und Abstimmung bleibt.
Weltweit. Am häufigsten ist es Europa, also Italien, Spanien, Mallorca, Madeira, Österreich, die Schweiz. Genauso reise ich nach Bali oder an jeden anderen Ort, den ihr euch ausgesucht habt. Fragt einfach mit eurem Wunschort an.
Wenn ihr das lest und denkt: Genau so wollen wir das. Dann meldet euch. Erzählt mir, wo ihr heiraten wollt und wann, und wir schauen gemeinsam, ob ich die Richtige dafür bin. Das Kennenlerngespräch kostet nichts, außer ein bisschen Zeit.